Vollstreckung von Todesurteil gegen jede Zivilisation

Viele Themen gab es diese Woche, von Syrien über Ai-Wei-Wei , erschüttert aber hat mich die Hinrichtung eines geistig behinderten Afro-Amerikaners wegen Mordes. Der Mord war begangen worden an einem weißen Amerikaner vor 15 Jahren. Die lange Zeit saß der Verurteilte in der Todeszelle, schon eine Barbarei für sich, vor allem unter den Bedingungen dort.
Die Hinrichtung –oft aufgeschoben- und dann vom Obersten Gericht genehmigt, widerspricht allen internationalen Rechtsstandards und passte eher in den Iran oder nach Pakistan und ganz sicher nach China. 
Die USA als selbst ernannte Wächterin der Menschenrechte hat wieder einmal einen Weg gewählt, der den Grundanforderungen menschlicher Zivilisation widerspricht und sich damit erneut unglaubwürdig gemacht.
Ich bleibe bei meinem Entschluss, solange dieses Land nicht zu betreten, wie es zum einen die barbarische Hinrichtungspraxis und zum anderen das haarsträubende Recht „Waffen für alle“ gibt. 

Am Morgen des 08. August ist in Texas ein 54- jähriger Mann mit der Giftspritze hingerichtet worden. Er hatte einen IQ von 61; unter 70 nimmt die zivilisierte Welt eine geistige Behinderung an. Es war die 25. Hinrichtung in den USA in diesem Jahr und die 7. in Texas.
Ungewöhnlich wenige Menschen auf der Welt haben sich für den armen Deliquenten eingesetzt. Alle Petitionen von Menschen, die Werte vertreten (dazu gehörten in diesem Fall wenige Staats- und Regierungschefs, nicht einmal der Papst; ich konnte jedenfalls nichts finden), konnten die Gerichte nicht erweichen.
In den USA ist der Rachegedanke viel, viel größer als der Werte-Gedanke. 
Mit dem heutigen barbarischen Akt stellt sich die Frage, weshalb die Amerikaner sich erdreisten, irgendwo auf der Welt Menschenrechte einzufordern.

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